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02.03.2014|Information|atz/fcb

Kraftreserven aufgebraucht: Füchse müssen sich Flensburg geschlagen geben

Im Spitzenspiel der DKB Handball-Bundesliga am 24. Spieltag empfingen die Füchse Berlin in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle die SG Flensburg-Handewitt. Die fünftplatzierten Füchse taten sich dabei von Beginn an schwer. Kurz vor der Pause gelang zwar ihnen zwar eine Aufholjagd, nach dem Wechsel drehte Flensburg aber wieder auf und ging als 31:20 (15:12)-Sieger vom Feld. Die Füchse hatten in Romero ihren besten Werfer und verbleiben auf Rang fünf. 

Beide Teams mussten bei der Partie aufgrund von Verletzungen und Blessuren personell improvisieren. Die Füchse Berlin boten angesichts des Lazaretts im linken Rückraum unter anderem den 20-jährigen Oliver Milde auf, Dagur Sigurdsson setzte außerdem auf den Flügeln zunächst auf Richwien und Löffler. Die Flensburger mussten nach wie vor auf Drasko Nenadic und Lars Kaufmann verzichten, zudem fiel Holger Glandorf wegen Augenproblemen kurzfristig aus. 

Flensburg profitierte von Beginn an unter anderem vom 21-jährigen Jim Gottfridsson, der im Rückraum Druck machte und sein Team zur 3:6-Führung führte. Dagur Sigurdsson nahm die Auszeit und schickte Youngster Oliver Milde aufs Feld, doch auch der folgende Füchse-Angriff verpuffte wegen eines technischen Fehlers. Flensburg machte weiter das Spiel und erhöhte in kurzer Zeit auf 3:9. Die erste Viertelstunde ging eindeutig an die SG. Nach dem aufreibenden Pokalfight am Mittwoch schienen die Kraftreserven bei den Berlinern aufgebraucht zu sein. 

Erst in den letzten zehn Minuten, und nach einem 6:11-Rückstand, kämpften sich die Füchse langsam wieder heran. Erneut machte Fabian Wiede als Impulsgeber das Spiel dynamischer und konnte einige Akzente setzen. Auch die Abwehr funktionierte nun besser. Hatte Flensburg zunächst kaum Probleme, den Vorsprung weiter auszubauen, bis zur 25. Spielminute setzten sie sich auf 14:7 ab, schrumpfte der Vorsprung bis zur Pause auf drei Tore. Petr Stochl parierte einige schlecht vorbereitete Würfe und leitete die Aufholjagd ein: Löffler, Jaszka und Thümmler mit zwei Treffern verkürzten auf 11:15. Plötzlich lief es bei Berlin rund und man ging dank eines 5:1-Laufs mit 12:15 in die Kabine. Flensburg hatte den komfortablen Vorsprung beinahe verspielt. 

Nach Wiederanpfiff konnte Petr Stochl die Partie zunächst weiter prägen, wobei sein Gegenüber Mattias Andersson seine Farben ebenfalls mit sehenswerten Paraden vorne hielt. Füchse-Außen Markus Richwien spielte beim 13:15 ebenfalls seine Routine aus. Doch Flensburg konnte sich aufrappeln, Gottfridsson und Knudsen erhöhten schnell wieder auf vier Tore. In Unterzahl legte die SG in der Defensive, angesichts der sich heranpirschenden Füchse, den Schalter um. Mit schnellen Treffern setzte Flensburg nach. Dagur Sigurdsson unterbrach nach Mogensens 13:18.

Mit zwei Kreisläufern und der Rückwechslung von Iker Romero, der als Motor überzeugte, versuchten die Berliner eine neue Angriffsformation. Löffler und Nielsen sollten Lücken reißen. Doch dies gelang nicht wie gewünscht. Die Hausherren konnten sich nicht mehr aufrappeln und mussten sich letztlich den Gästen geschlagen geben. Mit 21:30 setzen sich die Flensburger am Ende in Berlin durch. Nach einer 5-tägigen Spielpause, von denen Dagur Sigurdsson drei Tage zur Regeneration frei gibt, steht am nächsten Samstag in Mannheim das nächste Spitzenspiel bei den Rhein-Neckar Löwen auf dem Programm. 

Torschützen: Romero (6/1), Richwien (3), Löffler (3), Jaszka (2), Igropulo (2/2), Thümmler (2), Wiede (1), Milde (1)




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