Lade Daten...
Logo Füchse BerlinLogo Füchse Berlin
Füchse Berlin live und auf Abruf bei Dyn
18.11.2024|Spielbericht|pst

Füchse bringen einen Punkt nach Berlin mit

Beim HSV Hamburg erspielte die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert ein 29:29-Unentschieden. Beim Debüt von Neuzugang Manuel Štrlek gab der Hauptstadt-Club erneut eine Halbzeit-Führung aus der Hand.

Tim Freihöfer war mit acht Toren bester Schütze in Hamburg.
© Bildnachweis: Thorge Hüter

Nach einer halben Stunde waren die Füchse Berlin beim HSV Hamburg noch mit sechs Toren in Front, am Ende sicherten sie sich mit einer letzten Defensivaktion immerhin einen Punkt beim 29:29 (12:18). Offensiv zeigten sich in der DAIKIN Handball-Bundesliga vor allem die beiden Außenspieler in Torlaune: Tim Freihöfer (acht Treffer) und Tobias Reichmann (sechs) verwandelten zudem alle Siebenmeter, zu denen sie antraten. Nils Lichtlein zählte mit sechs Toren ebenso zu den abschlussstärksten Füchsen.

Defensiv konnten sie sich einmal mehr auf den serbischen Nationaltorhüter im Berliner Trikot verlassen. Dejan Milosavljev stellte mit 16 Paraden seinen persönlichen Saison-Bestwert auf. In der Schlussphase durfte Neuzugang Manuel Štrlek sein HBL-Debüt feiern. Der deutsche Vizemeister rangiert nach dem 10. Spieltag weiterhin auf Platz vier der Tabelle. Unter den 5156 Zuschauern in der Barclays Arena war auch Bundestrainer Alfred Gislason, der zuletzt Nils Lichtlein, Max Beneke und Freihöfer in den deutschen 35er-Kader mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2025 berief.

Den ersten Treffer markierte der Füchse-Linksaußen Tim Freihöfer nach einer Zeigerumdrehung, einem Gegentor folgend stellte mit Nils Lichtlein ein weiterer ehemaliger Jungfuchs die Führung wieder her. Dasselbe wiederholte Mathias Gidsel, doch nach einem Fehlwurf der Füchse führte der HSV Hamburg nach knapp fünf Minuten erstmal (4:3). Infolgedessen liefen die Gäste aus Berlin dem knappen Rückstand hinterher, ließen jedoch nicht abreißen. Dejan Milosavljevs erste Parade (8.) sowie ein Fehlwurf des Ex-Fuchses Moritz Sauter änderten daran nichts, die Vordermänner des serbischen Nationalkeepers konnten daraus keinen Profit schlagen. In Unterzahl gelang dann aber doch der Führungstreffer zum 7:6, erzielt von Tobias Reichmann (13.).

Weil mehr Paraden bei Milosavljev dazukamen und vorne die Effektivität stimmte, konnten sich die Berliner nach einer guten Viertelstunde auf zwischenzeitlich drei Treffer absetzen. Lasse Andersson glänzte in dieser Phase mit tollen Assists. Die Abwehr, auch mit dem Mittelblock aus Matthes Langhoff und Lukas Herburger, funktionierte derweil ebenfalls gut – mehrere Minuten blieben die Hamburger ohne eigenen Treffer. In der Hansestadt ging es mit einer 12:18-Führung für den Hauptstadt-Club.

Direkt nach dem Seitenwechsel parierte Milosavljev zum bereits zehnten Mal. Doch die Feldspieler der Füchse starteten nicht gut in die zweite Halbzeit, der Vorsprung schmolz dank dreier HSV-Tempogegenstöße auf drei Tore. Nach 41 Minuten waren es sogar nur noch zwei Treffer, die die Berliner von den Hamburgern trennten. Füchse-Trainer Jaron Siewert reagierte mit einer Auszeit, doch nur wenige Sekunden später glich der HSV zum 23:23 aus (42.). Bei den Gastgebern erstarkte vor allem der norwegische Torhüter Robin Paulsen Haug. Lichtlein zeigte jedoch die passende Antwort und stellte die Führung mit viel Willen durch, in Überzahl erhöhte eine Viertelstunde vor dem Spielende Reichmann mit langer Verzögerung auf 25:23 aus Berliner Sicht.

Mit der bitteren Pokal-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Donnerstag im Hinterkopf, als die Füchse eine komfortable Führung herschenkten, war es psychologisch schwierig. Fünf Minuten vor dem Schluss gingen die Hamburger in Führung, ein weiterer technischer Fehler der Füchse ebnete den Weg für die Zwei-Tore-Führung für den HSV. Mit knapp 60 Sekunden auf der Uhr erzielte Kreisläufer Mijajlo Marsenic das 29:29. Ein Block der Füchse-Defensive im letzten Angriff der Hanseaten hielt den Punkt fest.

Bereits an diesem Donnerstag geht es weiter. Dann erwarten die Füchse in der Machineseeker EHF Champions League Dinamo Bucuresti in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Anwurf ist um 18.45 Uhr, Tickets sind noch erhältlich. Gleiches gilt für den darauffolgenden Sonntag (zur Partie im Ticketshop). Von 16.30 Uhr an gastiert der TVB Stuttgart zum HBL-Spiel in Berlin, wo zugleich der Tag des Kinderhandballs gefeiert wird.

Trainer Jaron Siewert: „Ich erinnere mich an den vergangenen Donnerstag: Eine gute erste Halbzeit, in der wir eigentlich alles unter Kontrolle haben und wir gehen mit einem guten Finish in die Pause. Dann laden wir den Gegner aber zu leicht ein, das Spiel wieder offen zu gestalten, bekommen aufgrund unserer mangelnden Abschlussqualität zu viele Tempogegentore. Wir hatten zu viele technische Fehler, aber es war auch eine klasse Torhüterleistung auf der Hamburger Seite. Somit laufen wir dem Druck wieder entgegen, bekommen das Spiel nicht mehr so unter Kontrolle, wie es das in einer stimmungsvollen Barclays Arena braucht. Am Ende müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein, wenn man sich die Crunchtime anschaut. Das darf nicht sein, aber Hamburg hat nie aufgegeben. Wir haben keinen Zugriff mehr in unser Abwehrspiel bekommen und waren vorne nicht mehr so zielstrebig.“

Kapitän Max Darj: „Wir kommen gut in das Spiel rein, spielen eine solide erste Halbzeit und machen viele gute Dinge. Dadurch gehen wir mit einer Führung und einem guten Gefühl in die Kabine. In der zweiten Halbzeit erspielen wir uns zwar gute Chancen, verwerfen aber zu häufig. Dazu machen wir zu viele einfache Fehler, wodurch wir Stress bekommen. Das ist einfach zu schlecht für unseren Anspruch, was wir da machen. Am Ende ist es für uns ein Punkt zu wenig.“

HSV Hamburg: El-Tayar (3 Paraden), Haug (9); Tissier (5), Lassen (4), Botta, Weller (4), Axmann, Levermann, Andersen (8/1), Hartwig, Unbehaun, Sauter, Ilic (2), Mortensen (4), Valiullin (2).

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev (16 Paraden); Wiede (1), Darj, Štrlek, Andersson (4), Lichtlein (6), Gidsel (2), Freihöfer (8/4), Langhoff, Beneke, Herburger, av Teigum, Reichmann (6/1), Marsenic (2).




Weitere News

26.10.2026|Spielbericht|pst

Ungefährdeter Heimsieg bei Wiedes Comeback

Die Füchse Berlin haben am 10. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga souverän mit 36:30 (18:14) gegen die HSG Wetzlar gewonnen. Wenn es auch keine Hochglanzvorstellung der Hauptstädter war, stieg die Lautstärke in der Max-Schmeling-Halle immer wieder an – vor allem auch, als Vereins-Ikone ...

25.10.2026|Information|pg

Leidenszeit vorbei: Fabian Wiede kehrt in den Kader zurück

Für Fabian Wiede entwickelte sich der 23. Oktober 2025 zu einem der schlimmsten Tage seiner bereits langen und erfolgreichen Handballkarriere. Am damaligen 6. Spieltag der EHF Champions League verletzte sich der Rückraumspieler der Füchse Berlin schwer am rechten Knie – seitdem kämpfte sich ...

25.10.2026|Information|pst

Füchse und Darj gehen ab Sommer getrennte Wege

Ab der kommenden Saison wird der Kapitän und Kreisläufer Max Darj nicht mehr für die Füchse Berlin auflaufen. Mit Blick auf den Umbruch in der Mannschaft hat der Club den Vertrag des schwedischen Nationalspielers nicht verlängert, ist dem Führungsspieler aber überaus dankbar für einige ...

23.10.2026|Vorbericht|pg

Gegen Wetzlar soll der Fuchsbau jubeln dürfen

Drei kräftezehrende Spiele in der Ferne liegen hinter den Füchsen Berlin. Nach den Partien in Porto, Flensburg sowie Veszprém feiern die Profis nach einer 14-tägigen Abstinenz ihr Comeback in der Max-Schmeling-Halle. Im Rahmen des heutigen 10. Spieltags der Opel Handball-Bundesliga gastiert die ...

21.10.2026|Spielbericht|pst

Dünner Kader plus rote Karte: Pleite in Ungarn

Beim One Veszprém HC haben die Füchse Berlin die zweite Niederlage in der Gruppenphase der EHF Champions League erlitten. Nach dem 35:39 (13:20) nehmen die Deutschen keinen Punkt mit in die Hauptrunde, doch sie zeigten einen wahnsinnigen Kämpfer-Spirit, der nicht belohnt wurde.