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01.12.2024|Spielbericht|pst

Sieg beim ersten HBL-Duell mit Nachbarn

Bei der kürzesten Auswärtsfahrt ihrer Bundesliga-Geschichte haben die Füchse Berlin zwei Punkte vom 1. VfL Potsdam entführt. Für einige Spieler war es eine gelungene Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Fabian Wiede und die Füchse Berlin haben in Potsdam gewonnen.
© Bildnachweis: Lächler

Zwischen den beiden Kooperationsvereinen finden sich einige Parallelen, einige Spieler haben eine Vergangenheit beim jeweilig anderen Team. Vor allem für den Geschäftsführer der Füchse Berlin, Bob Hanning, war es eine besondere Partie, führte er den 1. VfL Potsdam in der Vorsaison doch als Trainer erstmals in die Erstklassigkeit. Die kurze Distanz lockte darüber hinaus auch einige Anhänger aus Berlin nach Brandenburg. Die MBS Arena war mit 2250 Zuschauern ausverkauft.

Beim 36:26 (21:12) zugunsten der Füchse in der DAIKIN Handball-Bundesliga konnte ihr Trainer Jaron Siewert aufgrund eines lange währenden Vorsprungs ordentlich durchrotieren und einigen Aktueren Spielzeit geben. Bester Werfer war Mathias Gidsel mit sieben Toren. Mit zehn Paraden verhinderte Dejan Milosavljev jeden dritten Abschluss des Gegners. Bei jenen Potsdamer überragte Rechtsaußen Max Günther. Der ehemalige Jungfuchs traf zehnmal.

Zu Beginn zeigte aber Tim Freihöfer direkt seine Künste im Siebenmeterwerfen: vom Strich aus vollendete er zum 1:0 für die Füchse. In Max Beneke traf ein weiterer ehemaliger Potsdamer früh für die Berliner. Beneke hatte in der Vorsaison als Zweitliga-Torschützenkönig großen Anteil am Aufstieg des VfL. Matthes Langhoff, ebenfalls bereits für die Adler aufgelaufen, markierte nach acht Minuten den Treffer zum 5:4 für die Gäste. Eine Parade mit hohem Bein von Dejan Milosavljev gegen Elias Kofler ermöglichte das Erhöhen auf zwei Tore Vorsprung durch Lasse Andersson.

Herzliche Glückwünsche durfte sich Manuel Štrlek derweil nicht nur für seinen Doppelschlag in der 19. Und 20. Minute abholen, der kroatische Linksaußen feierte an diesem Sonntag zudem seinen 36. Geburtstag. In dieser Phase konnten sich die Füchse ein wenig absetzen. Ein gehaltener Siebenmeter von Milosavljev unterstrich dies. Tempogegenstöße waren ein probates Mittel, insgesamt blieben die Berliner seriös in ihren Abschlüssen. Mit einem 21:12 ging es in die Halbzeitkabine.

Aus dieser kam das Team von Coach Jaron Siewert allerdings zunächst schleppend, die ersten beiden Treffer gingen auf das Konto der Potsdamer Hausherren, daraufhin verwandelten jedoch Füchse-Kreisläufer Mijajlo Marsenic und Andersson, Milosavljev wies dazwischen seine erste Parade in Durchgang zwei auf. Infolgedessen verwalteten die Berliner ihre komfortable Führung. Mit viel Spielerrotation konnte sich der deutsche Vizemeister gegen den Liganeuling nicht nennenswert weiter absetzen. Nach seiner Einwechslung konnte aber auch der letztjährige Aufstiegskeeper Lasse Ludwig seine erste Parade verbuchen (54.). Schlussendlich betrug der Vorsprung glatt zehn Treffer, 26:36 nach 60 Minuten.

Geschäftsführer Bob Hanning: „Das Spiel war auf Seiten der Füchse sehr professionell, wir konnten außerdem viele Einsatzzeiten verteilen. Das war aufgrund der kommenden Woche goldwert.“

Trainer Jaron Siewert: „Wir haben das heute souverän gelöst. Die Anfangsphase war noch ausgeglichen, dann übernehmen wir das Spiel mit Tempospiel, einer kompakten Abwehr und einer guten Torhüterleistung. Die Halbzeitführung konnte sich Potsdam nicht erholen und wir konnten es von oben herunterspielen. Keiner ist verletzt, von daher sind wir froh, heute die Leistung auf die Platte bekommen zu haben. Respekt auch an Max Günther, der ein super Spiel gemacht hat.“

Halbrechter Max Beneke: „Es war sehr schön, auch diese Halle voll zu sehen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Heute war es relativ deutlich, ich hoffe aber, dass sich die Potsdamer in Zukunft für ihre starken Leistungen belohnen.“

1. VfL Potsdam: Höler (4 Paraden), Ferjan (4); Hansson, Simic (4), Paulnsteiner (2), Kofler, Schramm, Günther (10), Klein (3), Geweiler, Gorpishin, Fuhrmann (3), Kix, Schley, Kraus (4).

Füchse Berlin: Ludwig (1 Parade), Milosavljev (10); Wiede (2), Darj, Štrlek (3), Andersson (5), Lichtlein (3), Gidsel (6), Freihöfer (5), Langhoff (2), Beneke (3), Herburger(2), av Teigum (3), Marsenic (2).




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