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Füchse BerlinFüchse Berlin
25.03.2025|Vorbericht|pst

Eine gute Ausgangslage schaffen

Im Hinspiel der Play-offs der Machineseeker EHF Champions League geht es für die Füchse Berlin nach Polen. Bei Industria Kielce soll der Grundstein für den Viertelfinal-Einzug gelegt werden. Dabei wird es vermutlich eine hitzige Stimmung, der sich der deutsche Vizemeister gewappnet fühlt.

Mijajlo Marsenic und seine Berliner Teamkollegen sind auf dem Weg nach Polen.
© Bildnachweis: Katja Steinführer

Zum ersten Mal seit der Rückkehr in die Königsklasse geht es für den Hauptstadt-Club in einer K.o.-Runde zur Sache. Nach Hin- und Rückspiel heißt es entweder Viertelfinale gegen Aalborg oder Koffer packen und Ausscheiden in der Machineseeker EHF Champions League. Um Letzteres zu verhindern, wollen die Füchse Berlin an diesem Mittwoch, 27. März, bei Industria Kielce im ersten von zwei Play-off-Aufeinandertreffen eine gute Ausgangslage für das Re-Match schaffen. Anwurf in der Hala Legionow Kielce ist um 20.45 Uhr, DAZN und DYN zeigen die Partie live im Stream.

Auf dem Papier geht die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert als Favorit ins Rennen. Knapp an der direkten Viertelfinal-Qualifikation gescheitert, beendeten die Füchse Gruppe A auf Platz drei. Kielce wurde in Gruppe B „nur“ Sechster. Mit fünf Siegen und einem Unentschieden hatte der polnische Rekordmeister genau so viele Punkte wie der Tabellensiebte Kolstad. Erfahrung in der K.o.-Phase hat das Team um den ehemaligen Welthandballer und jetzigen Coach Talant Dujshebaev derweil mehr, als die Berliner. 16-mal war Kielce in den Entscheidungsspielen vertreten und gewann darüber hinaus 2016 den Titel. Der aktuelle Tabellenführer der DAIKIN Handball-Bundesliga ist nun lediglich zum dritten Mal dabei.

Doch der Rückenwind aus der nationalen Liga soll mitgenommen werden. Mit dem Auswärtssieg in Magdeburg sind die Füchse zum HBL-Spitzenreiter avanciert, Siewert fand jedoch schnell nach Abpfiff den Fokus auf die Aufgabe im Süden des Nachbarlandes. Mit dem Flugzeug geht es am heutigen Dienstag von Berlin nach Warschau, dann mit dem Bus nach Kielce. Dort wartet der aktuelle Tabellenführer der polnischen Orlen Superliga. Punktgleich mit dem Füchse-Gruppengegner Orlen Wisla Plock grüßt das Team in einem engen Titelrennen mit nur einer Niederlage von Rang eins. Der herausragende Spieler im Ensemble ist der Sohn des Trainers, Alex Dujshebaev. Der spanische Rückraumspezialist ist wie Berlins Mathias Gidsel bei der Wahl zum Welthandballer nominiert.

Bester Schütze im laufenden Wettbewerb ist allerdings Dylan Nahi. Der französische Linksaußen versenkte den Ball 53-mal im gegnerischen Netz. Zweimal trafen die Füchse und Kielce in einem Pflichtspiel bislang aufeinander, und zwar in der Gruppenphase der Champions League 2011. Jeweils das Heimteam gewann dabei, die Berliner mit 30:27, die Polen mit 32:29. Die Bilanz ist also auch in der Tordifferenz ausgeglichen.

Trainer Jaron Siewert: „Kielce ist eine bärenstarke Mannschaft. In ihrer Halle zu spielen, wird sicherlich eine Herausforderung, dort herrscht eine hitzige Stimmung, Dass Kielce auf Platz sechs eingefahren ist, hat einen schon überrascht, wenn man sie vor der Saison gesehen hat. Aber nach dem Abgang von Andreas Wolff hatten sie das eine oder andere Problem auf der Torhüterposition, was sie mit der Verpflichtung von Klemen Ferlin versucht haben, zu kompensieren. Es ist ein breit aufgestellter Kader, wobei es bei den Verletzungen spannend ist, wer auf der Platte stehen kann. Wir müssen uns bereithalten, was Talant Dujshebaev an taktischen Ideen bereithält.“

Spielmacher Nils Lichtlein: „Ich erwarte in Kielce eine große, hitzige Atmosphäre. Sie sind dafür bekannt, eine Handball-Hochburg zu sein. Wir freuen uns alle auf die Achtelfinals in der Champions League, weil es ein großer Schritt ist. Zudem wollen wir unsere Rückkehr in die Königsklasse möglichst erfolgreich gestalten. Ich gehe davon aus, dass es ein hartes und von Zweikämpfen geprägtes Spiel wird mit einer Abwehr, die draufhaut. Wir müssen das mit ein bisschen Geschick überwinden.“




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