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30.03.2025|Spielbericht|pst

Tabellenführung verteidigt dank Heimsieg

Vor ausverkaufter Halle haben die Füchse Berlin den HSV Hamburg mit 40:35 (19:15) besiegt und sind damit weiterhin Spitzenreiter in der DAIKIN Handball-Bundesliga. Im Tor überzeugte Lasse Ludwig, auf dem Feld Welthandballer Mathias Gidsel als bester Werfer.

14 Paraden wies Lasse Ludwig im Tor der Füchse Berlin gegen den HSV Hamburg auf.
© Bildnachweis: Lächler

Erst am Freitag hatte Mathias Gidsel die Wahl zum IHF-Welthandballer gewonnen, zwei Tage später hat der Titelverteidiger in der Max-Schmeling-Halle wieder für Aufsehen gesorgt. Niemand traf in dieser Begegnung häufiger als der elfmalige Schütze, während Tim Freihöfer mit sieben Toren folgte. Zwischen den Pfosten brillierte der ehemalige Jungfuchs Lasse Ludwig, der diesmal den Vorzug vor Dejan Milosavljev erhielt. Der Torhüter wies am Ende der Partie 14 Paraden auf, erzielte zudem seinen ersten Treffer in der stärksten Liga der Welt.

Am 24. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga hatten die Konkurrenten um Tabellenplatz eins vorgelegt, sodass die Füchse Berlin vor ihrem Duell mit dem HSV Hamburg auf Platz drei standen, hinter der TSV Hannover-Burgdorf und der MT Melsungen. Beide hatten ihre Partien gewonnen und waren vorbeigezogen, doch in der Endabrechnung des Wochenendes grüßt der Hauptstadt-Club wieder vom Platz an der Sonne. Dabei halfen auch die 9000 Zuschauer im ausverkauften Fuchsbau, welche den Saison-Höchstwert an Zeitstrafen auf Füchse-Seite sahen: siebenmal musste ein Berliner für zwei Minuten vom Feld.

Die Partie eröffnete der frischgebackene, erneut gewählte Welthandballer Mathias Gidsel mit einem Kreisanspiel auf Mijajlo Marsenic, der den ersten Treffer markierte. Auf Hamburger Seite gelang dem Ex-Fuchs Moritz Sauter der Premierentreffer, im nächsten Angriff scheiterte er aber an Berlins Keeper Lasse Ludwig, mit dem er gemeinsam U21-Weltmeister 2023 wurde. Zuvor traf Fabian Wiede für die Gastgeber, später Tim Freihöfer im Nachwurf seines ersten Siebenmeters. Nachdem Gidsel auch zweimal selbst erfolgreich war, bediente er Max Darj sehenswert, der zum 7:5 vollendete (10.). Mit nur vier Spielern auf dem Feld, weil die Füchse drei Zeitstrafen parallel erhielten, zog Matthes Langhoff einen Siebenmeter, welchen Freihöfer verwandelte.

Langhoff zeigte dann nach einer guten Viertelstunde seinen puren Willen. Nach Ludwigs Parade warf Gidsel aus der eigenen Hälfte nur an den Pfosten, doch Langhoff rannte mit, nahm den Abpraller auf und traf zum 14:11. Dann war im Tor des Hauptstadt-Clubs erneut Ludwig zur Stelle, der dann aus dem eigenen Kreis sein erstes HBL-Tor erzielte. Generell zeigte das Eigengewächs zwischen den Pfosten eine tolle Vorstellung, hatte bereits in der ersten Halbzeit neun Paraden verzeichnet. Dennoch sahen sich die Hausherren in der Max-Schmeling-Halle vor dem Seitenwechsel noch einmal in einer schwierigen Phase, da die Hanseaten weiter dagegenhielten. Mit 19:15 ging es in die Pause, während die Führung zeitweise bereits aus sechs Toren bestand.

Der zweite Durchgang startete mit einer schlechten Nachricht für alle, die es mit den Füchsen halten: Marsenic musste nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe das Feld endgültig verlassen und sah die rote Karte. Scheinbar unbeeindruckt machten seine Teamkollegen allerdings weiter, den Vorsprung von Plus sechs stellte Lasse Andersson in der 38. Minute wieder her. Die erneute Druckphase der Hamburger überstanden die Hausherren und konnten durch einen Freihöfer-Siebenmeter mit sieben Toren davonziehen. Den nächsten Versuch verwandelte der deutsche Nationalspieler dann zum 32:25 (46.).

In dieser Partie ging es bis zur Schlusssirene Hin und Her, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Deshalb konnten sich die Hauptstädter auch nie im Sicheren wähnen. Sechs Minuten vor dem Ende verkürzte der HSV Hamburg auf drei Tore. In einem wichtigen Moment blieb Freihöfer vom Strich eiskalt, aus dem Spiel heraus bewies sich Gidsel einmal mehr als Torgarant. Als die Gäste auf zwei Treffer herankommen konnten, war im Tor wieder Ludwig zur Stelle. Daraufhin zeigte Langhoff eine starke Abwehraktion, um postwendend selbst zu treffen. Zum Ende hin bewiesen die Füchse Nervenstärke, vom Strich stellte Fabian Wiede den 40:35-Endstand her.

Bereits an diesem Mittwoch geht es in der Max-Schmeling-Halle mit Spitzenhandball weiter. In der Machineseeker EHF Champions League steht das Rückspiel der Play-offs an. Nach dem überzeugenden Auswärtserfolg in Polen gastieren ab 18.45 Uhr die Kontrahenten von Industria Kielce. Die letzten Karten für den Königsklassen-Auftritt sind hier erhältlich.

Trainer Jaron Siewert: „Am Ende zählt der Sieg, für die Zuschauer war es ein attraktives Handballspiel. Es waren besondere Umstände, weil kurz vor dem Spiel klar war, dass Nils Lichtlein nicht einsatzfähig ist. Da mussten wir improvisieren, was Fabian Wiede sehr gut gemacht hat. Das Spiel lief in der ersten Halbzeit so, wie wir uns das wünschen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine starke Phase, in der wir uns auf sieben Tore absetzen. Hamburg hat aber nie aufgegeben. Dann haben wir unglückliche und überhastete Abschlüsse, Hamburg geht ein brutales Tempo. Ich bin froh über den Sieg.“

Vorstand Sport Stefan Kretzschmar: „Hamburg ist ein unangenehmer Gegner. Die Mannschaft ist heute sehr viel Tempo gegangen, hatten viel Dynamik im Rückraum. Das hat uns Probleme bereitet, wodurch wir die Zeitstrafen bekommen haben. Man hat heute mal wieder die Extraklasse von Mathias Gidsel gesehen, womit jede Abwehr der Welt Probleme hat. Dazu freue ich mich über die Leistung von Lasse Ludwig, der seine Aufgaben gelöst hat. Punkte gegen Hamburg sind alles andere als selbstverständlich.“

Füchse Berlin: Ludwig (14 Paraden/1Tor), Milosavljev; Wiede (5), Darj (3/1), Prantner, Štrlek (3), Andersson (5), Lichtlein, Gidsel (11), Freihöfer (7), Langhoff (3), Beneke , Herburger, av Teigum (1), Marsenic (1).

HSV Hamburg: El-Tayar (9 Paraden), Haug (4); Magaard (5), Tissier (6), Lassen (3), Weller, Andersen (6), Hartwig (1), Unbehaun (4), Sauter (4), Weyer, Mortensen (6/4), Valiullin.




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