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01.03.2026|Spielbericht|pst

Frühlingsgefühle im ausverkauften Fuchsbau

Im zweiten Heimspiel dieser Woche hat es geklappt mit einem Erfolg in der Max-Schmeling-Halle. Gegen die Rhein-Neckar Löwen haben die Füchse Berlin mit 35:28 (16:11) gewonnen. Zwei Punkte also, bevor ein spielfreies Wochenende in der DAIKIN Handball-Bundesliga ansteht.

Jubel in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle: Die Füchse besiegen die Löwen.
© Bildnachweis: Lächler

13 Paraden von Dejan Milosavljev, neun Tore von Tim Freihöfer und acht Treffer von Mathias Gidsel: Das waren auf dem Papier die besten Akteure bei den Füchsen Berlin. Gegen die Rhein-Neckar Löwen bekam Mijajlo Marsenić ein Sonderlob von Trainer Nicolej Krickau, die Halblinken Matthes Langhoff und Lasse Andersson prüften ebenfalls häufig die Festigkeit des Tornetzes. An diesem 23. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga war es also einmal mehr eine Gemeinschaftsleistung des Deutschen Meister. Dank der doppelten Punkteausbeute bleibt der Hauptstadt-Club auf Platz zwei der Tabelle.

In der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle war es derweil alles andere als ein leichtes Unterfangen für die Mannen in den grünen Trikots. Lange Zeit war es die Partie auch auf der Anzeigetafel ausgeglichen. Rund um den Seitenwechsel herum konnten die Füchse jedoch allmählich davonziehen. Doch der Tabellen-Siebte gab nicht auf und arbeitete sich noch einmal auf zwei Treffer heran. Die Berliner Hausherren konnten dann aber dank der oben genannten Akteure noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen und sich zum Ende der Partie doch noch entscheidend absetzen. Somit war das 35:28 (16:11) amtlich.

So verlief das Spiel

Schnell führten die Füchse Berlin auf heimischer Platte mit 2:0. Tim Freihöfer war per Siebenmeter erfolgreich, Mijajlo Marsenić beim Kreisanspiel nach zweieinhalb Minuten. Doch die Gäste der Rhein-Neckar Löwen kamen rasch wieder heran, Jannik Kohlbacher glich zum 3:3 aus (7.). Lasse Andersson hatte mit einem kräftigen Wurf die passende Antwort parat, eine Parade des Heim-Torhüters Dejan Milosavljev ermöglichte es Hákun West av Teigum, auf Plus zwei zu stellen, 6:4 nach knapp zehn Minuten. Weitere Paraden des serbischen Füchse-Rückhalts münzte unter anderem Mathias Gidsel in eigene Treffer um, sodass sich die Gastgeber auf drei Tore absetzen konnten. Auch beim Siebenmeterduell gegen Löwe Tim Nothdurft behielt Milosavljev die Oberhand (14.).

Moral bewies die Mannschaft von Nicolej Krickau derweil, indem sie in Unterzahl direkt den gegnerischen Angriff unterband und durch Gidsel selbst traf. Den zehnten Treffer der Berliner markierte dann mit Wucht Matthes Langhoff (18.). Weil wieder Milosavljev zur Stelle war, erhöhte der deutsche EM-Silbermedaillengewinner auf 11:7 (20.). Als die Löwen allmählich wieder daran schnupperten, zum Deutschen Meister aufzuschließen, waren es wieder die beiden prägenden Akteure dieser Phase, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen: Milosavljev mit Paraden, Langhoff mit weiteren tollen Offensivaktionen. Eine seiner berühmt berüchtigten Raketen zündete dann Andersson zum 14:10 (26.). Nach einem Fehlwurf vom Strich holte sich auch Freihöfer von ebenjenem die Sicherheit zurück. Bis zum Seitenwechsel setzten sich die Hausherren auf 16:11 ab.

Die zweite Hälfte begann mit je einem Siebenmeter auf beiden Seiten. Der Badener Haukur Thrastarson scheiterte jedoch an Milosavljev, während Freihöfer auf der anderen Seite gegen David Späth eiskalt blieb. Ein weiterer Treffer vom Strich des gebürtigen Schwabens sowie Anderssons Tor ließen die Füchse auf 19:12 davonziehen (35.). Nach schickem Anspiel Gidsels machte Marsenić den 20. Treffer. Weil es bei den Gästen nicht gut lief nach dem Seitenwechsel, nahm Coach Maik Machulla nach 39 Minuten die Auszeit – beim Stand von 21:15 für den Hauptstadt-Club. Mit einem satten und schnörkellosen Schlagwurf legte Nils Lichtlein nach und ließ die 9000 Zuschauer in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle staunen (42.).

Nachdem Marsenić fast im Liegen traf, markierte Gidsel einen Treffer direkt aus dem Anwurfkreis. Als die Löwen zu Beginn der Schlussviertelstunde noch einmal gefährlich nah kamen, war der Steal des Kapitäns Max Darj ein wichtiges Zeichen, doch die Gäste konnten weiter Boden gut machen. Ein schöner Rückraum-Wurf Langhoffs, Kohlbacher auf der anderen Seite im Kreis sowie der Siebenmeter-Treffer Freihöfers in den rechten Winkel brachte aber zehn Minuten vor dem Ende etwas Aufatmen für die Füchse. Milosavljevs nächste Fußparade und wieder Freihöfer vom Strich machten das 29:24 (52.) möglich.

So geht es weiter

Am kommenden Wochenende haben die Füchse Berlin indes spielfrei. Ihre Partie des 24. Spieltags der DAIKIN Handball-Bundesliga absolvierten sie bereits kurz vor Weihnachten beim HSV Hamburg, ein 36:28-Auswärtssieg. Aber unter der Woche geht es in der Machineseeker EHF Champions League zum Duell der beiden Topteams der Gruppe A zu Aalborg Håndbold. Anwurf ist am Mittwoch, 4. März, um 18.45 Uhr.

Stimme und Statistik

Trainer Nicolej Krickau: „Wir sind mit dem Spiel sehr zufrieden. Nach der Partie am Donnerstag gegen Kielce war es wichtig, dass wir von Beginn an die richtige Intensität hatten. Besonders in den ersten 15 Minuten haben wir richtig gut verteidigt. Vor allem Marsenić hat in der Deckung seine Aufgabe gegen Dani Baijens beeindruckend gelöst. Im Angriff ist es immer schwer gegen die Rhein-Neckar Löwen, weil sie kaum strukturelle Fehler in ihrer eigenen Abwehr machen. Daher war es hilfreich, dass heute auch die individuelle Leistung in der Offensive bei uns gepasst hat. Unsere Effizienz im Abschluss war auf einem hohen Niveau, weswegen wir sehr glücklich über diesen Heimsieg sind.“

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev (13 Paraden); Darj, Prantner, Andersson (3), Ariño, Grøndahl (1), Lichtlein (5), Gidsel (7), Freihöfer (9/7), Cehte, Langhoff (4), Herburger, avTeigum (3), Marsenić (3).

Rhein-Neckar Löwen: Jensen, Späth (12 Paraden); Timmermeister (1), Nothdurft (2), Jacobsen, Sandell (2), Steenaerts (2), Móré, Groetzki (2), Thrastarson (6/1), Jaganjac, Baijens(5), Aspenbäck, Kohlbacher (8).




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