Die A-Jugend-Spieler der Füchse Berlin absolvierten ihr Halbfinal-Hinspiel der Deutschen Meisterschaft mit viel Ehrgeiz. Aus Kapazitätsgründen konnte das Team von Trainer sowie Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning ihr Heimspiel nicht wie gewohnt in Füchse Town austragen. Im Zuge dessen trugen die Nachwuchsathleten die Begegnung in der Potsdamer MBS Arena aus, im Vorfeld des Aufeinandertreffens aus der 2. Handball-Bundesliga. Dort treffen der 1. VfL Potsdam und TuSEM Essen aufeinander.
Gegen die U19-Auswahl des THW Kiel endete das Spiel jedoch mit einem 33:37 (16:18) zugunsten der Gäste. Auf dem Statistikbogen glänzte Leo Nowak mit 16 Treffern, davon fünf Siebenmeter, und war damit der beste Werfer der Partie. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen zeigte der Rückraum Linke eine akribische Leistung. Besonders Torhüter Henning Lahuis erwischte einen herausragenden Start und konnte mit wichtigen Paraden auf sich aufmerksam machen. Unter anderem an ihm lag es, dass sich bis zum 12:13 in der 21. Spielminute keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen konnte. Zur Pause konnten sich die Zebras einen Zwei-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Trotzdem waren auch die Gäste nicht fehlerlos, sodass beide Vereine sowohl im Angriff als auch in der Abwehr auf Augenhöhe agierten.
In der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts bestraften die Kieler die Fehler der Jungfüchse konsequent, sodass der Abstand auf die Norddeutschen zwischenzeitlich sieben Tore betrug. Doch zeigten Hannings Jungs Moral und arbeiteten sich wieder zurück ins Spiel. Durch eine kämpferische Schlussphase beträgt die Hypothek für das Rückspiel, welches nächsten Freitag, 24. April, um 20 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle (Altenholz-Stift) stattfindet, lediglich vier Tore. Aufgrund dessen ist der Einzug in das Finale der Deutschen Meisterschaft weiterhin möglich.
Trainer Bob Hanning: „Es war ein hochintensives Handballspiel mit einem verdienten Sieger THW Kiel. Die Kieler waren diesen einen Tick besser um das Spiel verdient zu gewinnen. Man hat gemerkt, dass uns der gewohnte Heimvorteil gefehlt hat. Hinterher sind uns zusätzlich die Kräfte ausgegangen, sodass wir es nicht geschafft haben das Pensum gegen die vier Rückraumspieler über einen langen Zeitraum durchzuhalten. Trotzdem sind wir immer wieder zurückgekommen und haben uns zurückgekämpft. Wir haben das fast maximale Ergebnis aus unserem Spiel geholt. Man muss Leistung akzeptieren und das tun wir aufrichtig. Trotzdem fahren wir nach Kiel und möchten ein möglichst gutes Resultat erzielen.“
Füchse Berlin: Krake (2 Paraden), Agostinelli (1), Lahuis (7); Parke (1), Hofrichter (5), Losch, Poppe, Nowak (16/5), Barth, Schmidt, Anastassiadis, Salokat (3), Brodier (1), Babini, Sirot (2), Tautenhahn (5).