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08.05.2026|Jugend|pg

„Ein Traum für jeden Spieler!“

Geboren in Italien, spielt Matteo Agostinelli inzwischen seit dieser Saison bei den Füchsen Berlin in der Jugend. Im Zuge der beiden U17-Finalspiele gegen den THW Kiel haben wir den Torhüter zum Interview getroffen, um unter anderem herauszufinden, was ihm an Berlin gefällt, zu welchem Füchse-Profi er hinaufschaut und wie er auf die anstehenden Endspiele blickt.

© Bildnachweis: Göres

Seit Jahrzehnten ist die Nachwuchsarbeit ein elementarer Bestandteil der Füchse Berlin. Viele Jugendspieler träumen davon, es in die Talentschmiede zu schaffen. Die im vergangenen Jahr gegründete Füchse Euro Academy soll es ermöglichen, jungen Handballtalenten - zunächst aus Österreich und Italien - die Möglichkeit zu geben, sich in Berlin weiterzuentwickeln. Über diesen Weg hat es auch Matteo Agostinelli in die Hauptstadt geschafft und trägt seit dem vergangenen Sommer das Füchse-Trikot, sowohl in der A- als auch in der B-Jugend. Im gemeinsamen Interview offenbarte uns der Torhüter einige spannende Einblicke aus seinem Leben.

Hi Matteo, wie bist du eigentlich zum Handball gekommen und warum hast du dich für die Torhüterposition entschieden?
Ich habe mit neun Jahren angefangen Handball zu spielen, durch ein Dorfsportfest in meiner alten Heimatstadt Chiaravalle. Wir haben uns dort im Siebenmeterwerfen gemessen. Wer getroffen hat, musste ins Tor gehen. Es hat mir dann sofort Spaß gemacht, die Würfe der anderen Kinder zu halten. Seitdem wollte ich immer im Tor stehen.

Du bist aus Italien in die Füchse Euro Academy gewechselt. Was war dabei für dich die größte Umstellung?
Die größte Veränderung in meinem Leben war sicherlich die Sprache. Im vergangenen September fiel es mir noch schwer, vieles von dem zu verstehen, was mir die Trainer, Lehrer und Freunde erzählt haben. Mittlerweile hat sich das jedoch deutlich verbessert.

Was war der ausschlaggebende Punkt dafür, dass du dich für die Füchse entschieden hast?
Ich habe mich entschieden, zu den Füchsen Berlin zu gehen, weil ich mich mit einem Trainings- und Gegnerniveau messen wollte, das ich vorher noch nie erlebt habe. Außerdem habe ich die Füchse schon immer verfolgt, weil sie ein sehr ambitionierter Verein sind, die sowohl bei den Profis als auch in der Nachwuchsabteilung hohe Ansprüche haben – ein Traum für jeden Spieler!

Nun spielst du nicht nur in der U17, sondern auch in der U19 unter deinem Trainer sowie Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Wie würdest du deine Beziehung zu ihm beschreiben?
Ich trainiere sehr gerne unter Bob Hanning. Seitdem er in der laufenden Saison die Rolle als A-Jugend-Trainer übernommen hat, motivierte er mich stets dazu an, mein Bestes zu geben. Er schenkt mir immer viel Vertrauen und Unterstützung – auf sowie neben dem Spielfeld. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Gibt es daneben auch einen Spieler aus dem Verein, zu welchem du aufschaust?
Ein Spieler, welchen ich bei den Füchsen sehr bewundere, ist Leo Prantner. Nachdem ich ihn kennenlernen durfte, habe ich gemerkt, wie viel Leidenschaft und Ehrgeiz er in den Sport steckt. Das fand ich äußerst bemerkenswert.

Was war bisher dein persönliches Highlight seit dem Wechsel zu den Füchsen?
Meiner Meinung nach ist das ganz klar die Qualifikation für das FINAL4 der EHF Youth Club Trophy. Das war Ende März ein hervorragendes Turnier in Kroatien, bei dem wir in beiden Spielen eine starke Mannschaftsleistung gezeigt haben. Nun sind wir natürlich auch besonders motiviert, diese Leistung am Finalwochenende Mitte Juni nochmal zu steigern.

Wie würdest du deinen Torwartstil beschreiben, der deiner Mannschaft schon einige Male geholfen hat?
Ich würde sagen, dass meine Schnelligkeit sowie meine Reflexe meinen Torwartstil prägen und die gleichzeitig meine durchschnittliche Körpergröße ausgleichen. Neben diesen beiden Aspekten spielt auch die mentale Seite in meinen Augen eine große Rolle. Ich halte es für essenziell, dass ich von der ersten bis zur letzten Spielminute konzentriert bleibe.

Gibt es auch etwas, was du gerne machst, wenn du mal nicht das Tor in der Sporthalle hütest?
Wenn es zeitlich passt, spiele ich gerne ein paar Videospiele gemeinsam mit meinen italienischen und deutschen Freunden. Generell bin ich ebenfalls ein Mensch, der gerne Zeit zusammen mit seinen Teamkollegen verbringt.

Was gefällt dir besonders am Leben in Berlin?
Es ist für mich etwas Besonderes in Berlin leben zu dürfen. Das Leben hier gibt mir ein großes Gefühl von Freiheit. Es ist eine große Stadt, sie ist voller Menschen und unterschiedlicher Kulturen. Ich habe das Gefühl, dass es sehr leicht ist, sich in einer so vielfältigen Umgebung wie zu Hause zu fühlen.

Wenn wir einmal auf die Situationen vor dem Spiel blicken, hast du da ein Ritual oder eine bestimmte Angewohnheit?
Ich halte mich persönlich tatsächlich für eine abergläubische Person. Vor den Spielen habe ich einige Rituale, die ich inzwischen unbewusst ausführe. Zum Beispiel höre ich im Bus immer Musik oder binde mir die Schuhe erst auf der Bank am Spielfeldrand.

Es ist deine erste Saison bei den Füchsen und dann stehst du direkt in deinem ersten Finale. Was bedeutet das für dich?
Für mich ist das ein Abschluss eines sehr positiven ersten Jahres mit großartigen Mitspielern. Jetzt stehen uns noch zwei sehr schwierige Spiele bevor, die wir mit erhobenem Kopf und dem Willen, zu gewinnen, angehen werden.

Zu guter Letzt – was wird entscheidend sein gegen den THW Kiel?
Ich denke, es werden zwei sehr umkämpfte Partien, in dem beide Mannschaften versuchen werden, ihr Spiel durchzusetzen. Unser Spiel wird auf einer starken Abwehr und einem flüssigen Angriff basieren, bei dem alle Jungs gefährlich sein müssen, um gegen eine hervorragende Mannschaft wie den THW Kiel zu bestehen.




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