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09.05.2026|Jugend|pg

U17 mit umkämpftem Remis im Final-Hinspiel

Im ersten Part des Endspiels der Deutschen U17-Meisterschaft haben sich beide Seiten nichts geschenkt, es war bester Nachwuchshandball im Horst-Korber-Sportzentrum. Beim Ertönen der Schlusssirene stand ein 36:36 (16:16) zwischen den Füchsen Berlin und dem THW Kiel auf der Anzeigetafel.

Marvin Knust und die B-Jugend der Füchse Berlin fahren nach einem Remis zum Showdown nach Kiel.
© Bildnachweis: Göres

Ein Unentschieden, das es bis zum Schluss in sich hatte. So lässt sich das erste Duell im DM-Finale beschreiben. Es war eine ausgeglichene Anfangsphase, in der beide Mannschaften ihre ersten Akzente in das Spiel einbringen konnten. Jedoch stockte bei den Füchsen Berlin im Hinspiel des Finals der Deutschen U17-Meisterschaft gegen den THW Kiel zunächst der Angriff. In einem gut besuchten Horst-Korber-Sportzentrum war es Torhüter Matteo Agostinelli, der die Hausherren durch einige sehenswerte Paraden in Schlagdistanz gehalten hat. Um bessere Lösungen in der Offensive zu finden, agierte das Team von Trainer Anian Eckardt infolgedessen mit vier Rückraumspielern. Im Zuge dessen setzte sich Jonas Wilke stark durch und legt in der 17. Spielminute den Ball bemerkenswert über den Zebra-Torwart zum 9:8. Mit einem leistungsgerechten 16:16 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff war es Joscha Gehann, der vor den Augen von Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning den ersten heimischen Treffer der zweiten Hälfte zum 17:17 markierte. Weiterhin konnte sich kein Team entscheidend absetzen, sodass es zu jedem Zeitpunkt ein Spiel auf Messers Schneide war. Jedoch waren es die Berliner, die den Großteil des Spielabschnitts in Führung lagen. Auch in der Crunchtime setzte sich das Tempospiel weiter fort – sowohl die Nachwuchsathleten der Füchse als auch die Akteure der Schwarz-Weißen präsentierten sich mit einem offenen Visier. Mit einer Drehung aus dem Bilderbuch traf Malte Lorz in der 53. Spielminute zum 30:30. Durch einen Block beim Stand von 35:36 und einer Parade von Agostinelli, glich der Hauptstadt-Club erneut aus zum 36:36. Dies war gleichbedeutend der Endstand des erstens Aufeinandertreffens.

Bester Werfer des Hauptstadt-Clubs war Jonas Wilke, der den Ball insgesamt achtmal. Nun gilt es aus der Sicht der Jungfüchse fokussiert in das Rückspiel zu gehen. Die Kieler verloren in dieser Spielzeit bisher kein einziges Spiel vor heimischer Kulisse. Zuletzt drehten sie im Rückspiel des Viertelfinals gegen die Rhein-Neckar Löwen durch einen 43:37-Heimerfolg eine 38:41-Niederlage aus dem Hinspiel. Fest steht, wer dieses Spiel gewinnt, darf sich nach dem Ertönen der Schlusssirene Deutscher U17-Meister nennen. Anpfiff zum zweiten Duell der beiden besten B-Jugend-Mannschaften der Saison ist am Donnerstag, 14. Mai, um 15 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle (Altenholz-Stift). Dann entscheidet sich, wer die begehrte Meistertrophäe nach dem Spielende in die Höhe strecken darf. Zu sehen ist die Begegnung live auf sporteurope.tv.

Geschäftsführer Bob Hanning: „Das war ein tolles Jugendspiel mit hoher Intensität. Außerdem wurde es mit viel Liebe und Leidenschaft gelebt. Das Abwehrspiel war auf beiden Seiten manchmal noch fehlerbehaftet, aber so läuft ein B-Jugendspiel nunmal. Die Entscheidung wurde an einen anderen Ort verlegt. Es war ein emotionales, aber immer faires Spiel, das allen Beteiligten beim Zusehen Spaß gemacht hat.“

Trainer Anian Eckardt: „Wir haben in einer wirklich tollen Kulisse ein tolles Jugendhandballspiel gesehen mit zwei sehr prägenden Offensivreihen. Das ist gleichzeitig das Thema, das wir mit ins Rückspiel nehmen müssen: Weniger als 36 Tore zu kassieren. Offensiv machen wir ein gutes Spiel, lassen aber wichtige Bälle liegen, um uns abzusetzen. Deshalb dreht der THW das Spiel zwischenzeitlich, die Phase hat uns wehgetan. Aber ein großes Kompliment an die Mannschaft für den Kampf und den Zuschauern für die Unterstützung. Nachdem wir weiterhin ungeschlagen sind, hoffen wir, dass das auch am Donnerstag so bleibt und wir Deutscher Meister werden.“

Füchse Berlin: Agostinelli (9 Paraden), Wiegran; Barth (1), Lorz (7), Fröhlich, Anastassiadis (1), Körber, Leyendecker, Knust (6/5), Wilke (8), Salokat, Gehann (2), Brodier (6), Blasek (4), Perschke, Witt (1).




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