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09.09.2026|Vorbericht|pg

Auftakt der Königsklasse in Serbiens Hauptstadt

Startschuss für die EHF Champions League: Erstmalig sind die Füchse Berlin zum dritten Mal in Folge in Europas bedeutsamsten Wettbewerb auf der Handball-Vereinsbühne vertreten. Am Donnerstag, 10. September, wartet auf die Bundeshauptstädter der schwierige Auftakt beim RK Partizan AdmiralBet. Anpfiff ist um 18.45 Uhr, Dyn überträgt live.

Während Nils Lichtlein noch nicht wieder fit ist, greift unter anderem Tim Freihöfer in Belgrad an.
© Bildnachweis: NXT Sport

Mit RK Partizan AdmiralBet (Serbien), One Veszprém HC (Ungarn) und dem FC Porto (Portugal) haben die Füchse Berlin eine starke Gruppe A in der EHF Champions League zugelost bekommen. Nur die beiden besten Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde. Dementsprechend ist ein guter Start in die Königsklasse umso wichtiger. Damit das gelingt, hat sich das Team um Trainer Nicolej Krickau akribisch auf das Duell gegen RK Partizan AdmiralBet vorbereitet. Wenn am Donnerstag, 10. September, ab 18.45 Uhr der Ball durch die Hala Aleksandar Nikolic fliegt, wird vor allem die Atmosphäre von den Rängen eine große Rolle spielen. Die Fans in Belgrad sind bekannt für die lautstarke Unterstützung ihrer Mannschaft. Nicht nur aufgrund ihrer körperlich intensiven Spielweise sind die Serben keine zu unterschätzende Mannschaft.

Im Team des spanischen Coaches Raúl González befinden sich einige Akteure, die den Hauptstadt-Akteuren bestens bekannt sind. Mit Miloš Kos und Tobias Wagner spielen gleich zwei ehemalige Profis des HC Erlangen im Kader der Serben. Auch Yoav Lumbroso, der zwei Stationen beim ThSV Eisenach verbuchte, hat es inzwischen in den Balkanstaat gezogen. Dazu kommen Abwehrspezialist Ilija Abutović, der vier Jahre lang bei den Rhein-Neckar Löwen beheimatet war sowie Uladsislau Kulesch, dessen Wege beim TSV Hannover-Burgdorf und der MT Melsungen einschlugen. Doch auch umgekehrt gibt es bei den Männern mit dem Fuchskopf auf dem Trikot jemanden, der eine direkte Vergangenheit zu RK Partizan AdmiralBet nachweisen kann. Mijajlo Marsenić stand von 2011 bis 2014 im Kader des Traditionsvereins. Der Kreisläufer begann in Belgrad seine Profikarriere und gewann mit dem Club aus seinem Heimatland 2011 und 2012 den Meistertitel sowie 2012 und 2013 den nationalen Pokal.

Trotz allem wissen die Berliner Athleten auch um ihr Können. Zum dritten Mal in Serie hat der Hauptstadt-Club die Möglichkeit, um Europas Krone zu kämpfen. In den beiden vorherigen Spielzeiten scheiterten die Füchse im letzten Schritt, verloren jeweils im Endspiel gegen den SC Magdeburg und Barça. Jedoch kann der Deutsche Pokalsieger mit einer großen Menge an Selbstvertrauen in das neue internationale Spieljahr starten. Denn nicht nur zwei Finalteilnahmen stehen zu Buche, sondern zudem konnte Mathias Gidsel ebenfalls zwei Saisons von seinen Teamkollegen so gut in Szene gesetzt werden, dass der Däne beide Male die Torjäger-Trophäe für sich beanspruchte. Nach den beiden Jahren mit vielen positiven Erlebnissen wartet nun zum Restart der Hexenkessel Belgrads.

Geschäftsführer Bob Hanning: „Vor uns liegt eine schwierige Aufgabe. Dazu kommt die Herausforderung, dass wir natürlich Aymeric Zaepfel Stück für Stück in unser Spiel integrieren wollen und hoffen, dass das im Spiel in Belgrad bereits passieren kann. Wir dürfen uns solche Phasen wie in der Partie gegen den TVB Stuttgart nicht erlauben. In so einer Halle wie in Serbien wird es wichtig sein, dass wir den Fokus über die kompletten 60 Minuten bei uns behalten. Der neue Modus macht es unfassbar spannend.“

Trainer Nicolej Krickau: „Wir freuen uns sehr auf die neue Saison in der EHF Champions League. In der Mannschaft herrscht große Vorfreude auf das Spiel gegen den RK Partizan AdmiralBet. Es wird sicherlich eine großartige Atmosphäre herrschen, was unsere Aufgabe noch schwieriger machen wird. Sie haben einen typisch spanisch geprägten Kader mit großen Kreisläufern. Durch das neue Format der Königsklasse ist es entscheidend, von Beginn an aufmerksam und konkurrenzfähig zu sein. Dementsprechend wollen wir zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Es wird ein Schlüsselmatch gleich zu Beginn der Gruppenphase.“

Mijajlo Marsenić: „Ich freue mich auf eine hitzige Atmosphäre. Dort warten viele bekannte Gesichter auf mich. Es ist toll, sie wiederzusehen, weshalb die Rückkehr an meine alte Wirkungsstätte für mich persönlich sicherlich ein emotionales Erlebnis sein wird. Dennoch werde ich während des Spiels alles für die Füchse Berlin geben und 60 Minuten lang mein Herz auf dem Spielfeld lassen. Jeder Sieg, ganz gleich in welchem Wettbewerb, ist für unsere Mannschaft von enormer Bedeutung.“

Der neue EHF CL-Modus erklärt

Nach dem neuen Format der EHF Champions League ab der Saison 2026/27 beginnt der Wettbewerb mit sechs Gruppen zu je vier Mannschaften. Während sich die nach einer Gruppenphase mit Hin- und Rückspielen im Rundenturnier auf den Plätzen eins und zwei platzierten Mannschaften für die Hauptrunde qualifizieren, spielen die dritt- und viertplatzierten Mannschaften in der EHF European League weiter.

Die zwölf für die Hauptrunde der Königsklasse qualifizierten Mannschaften werden in zwei Sechsergruppen aufgeteilt und bestreiten erneut Hin- und Rückspiele. Die Mannschaften, die am Ende der Hauptrunde in ihrer Gruppe die Plätze eins bis vier belegen, qualifizieren sich für das Viertelfinale; die jeweiligen Sieger dieser Paarungen erreichen das Highlight des Wettbewerbs, das EHF FINAL4 in Köln. Auch für die beiden Mannschaften, die in der Hauptrunde den fünften Platz belegen, geht die Reise weiter, da sie in die Runde der letzten 16 der EHF European League rücken.




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