Lade Daten...
Logo Füchse BerlinLogo Füchse Berlin
Füchse Berlin live und auf Abruf bei Dyn
20.04.2025|Spielbericht|pst

Im Osternest finden sich Heimsieg und Tabellenführung

Es war der gelungene Abschluss einer wegweisenden Woche in der DAIKIN Handball-Bundesliga. Nachdem die Füchse Berlin am Mittwoch den Auswärtssieg in Kiel feierten, mussten nun auch die Recken der TSV Hannover-Burgdorf dranglauben. Mit dem 37:33 (17:15) hat der Hauptstadt-Club seine Position als Spitzenreiter gefestigt und blickt nun mit vollem Fokus auf die Aufgabe in der Machineseeker EHF Champions League.

Mit elf Paraden trug Dejan Milosavljev einen großen Anteil zum Heimsieg gegen Hannover bei.
© Bildnachweis: Lächler

Vor einer fabelhaften Kulisse in der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle feierten die Füchse Berlin mit ihren Anhängern ein wahres Handballfest. Es war Part zwei des Topspiel-Doppelpacks, und erneut konnte der Vorjahres-Vizemeister mit Mentalität und Spielwitz die zwei Punkte einfahren. An diesem 26. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga war es ein Heimerfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf, welche mit einem eigenen Auswärtssieg in der virtuellen Rechnung am direkten Kontrahenten hätte vorbeiziehen können. Der Wille dazu war vor allem zu Beginn der Partie sichtbar, denn sie machten es den Hausherren alles andere als leicht.

Beim 37:33 (17:15) waren die Recken in der Anfangsphase häufiger in Front, doch die Füchse stemmten sich dagegen und überstanden auch kritische Phasen. Dabei wuchs der Welthandballer Mathias Gidsel einmal mehr über sich hinaus. Mit neun Treffern und zehn Assists überflügelte er die anderen Akteure auf der Platte in beiden Statistiken. Der Berliner Torhüter Dejan Milosavljev nahm zudem in wichtigen Situationen einige Abschlüsse der Niedersachsen weg und kam am Ende auf elf Paraden, während seine Gegenüber Joel Birlehm und Simon Gade gemeinsam lediglich sieben aufzuweisen hatten. Besonders zu erwähnen ist derweil auch der Auftritt des A-Jugendlichen Jan Grüner, der für den angeschlagenen Manuel Štrlek in den Kader rutschte und dabei zwei Tore warf.

Die bessere Anfangsphase erwischten die Gäste der TSV Hannover-Burgdorf. Nachdem die Füchse Berlin im ersten Angriff ohne Erfolg blieben, erzielte Vincent Büchner den Premierentreffer. Doch Nils Lichtlein konnte für den Hauptstadt-Club ausgleichen. Während die Recken zunächst in Führung blieben, verunsicherte Dejan Milosavljev Hannovers Marius Steinhauser beim Siebenmeter so sehr, dass dieser über das Tor warf. Im Anschluss brachte Lasse Andersson die Berliner erstmals in Front, 5:4 nach knapp sechs Minuten. Zuvor traf der Däne fast vom eigenen Kreis in das leere Gehäuse des Gegners. Doch die Mannschaft von Trainer Christian Prokop stellte den Spielstand erneut auf den Kopf, unglückliche Abschlüsse der Hausherren ließen die Lücke größer werden.

Weil Steinhauser aber wieder vom Strich scheiterte, diesmal am Pfosten, verkürzte Andersson auf 7:8 (17.). Im darauffolgenden Abwehrspiel verzeichnete Füchse-Kapitän Max Darj einen Block, sodass Mathias Gidsel im Gegenzug ausglich. Hannover unterlief dann ein Abspielfehler, weshalb Andersson erneut auf Führung Füchse stellte und Prokop zur Auszeit zwang, währenddessen heizte der Halblinke die Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle an. Gegen Ende der ersten Halbzeit unterliefen den Gästen jedoch mehrere Fehler, die Füchse hingegen entfesselten sich. Matthes Langhoff brachte den ersten Vier-Tore-Abstand, 14:10 (26.). Die Berliner gaben diese jedoch wieder mehr und mehr her, mit der Pausensirene traf Langhoff gedankenschnell zum 17:15.

Nach dem Seitenwechsel prüfte Justus Fischer als Erster das Tornetz. Der TSV-Kreisläufer wurde gemeinsam mit Renars Uscins sowie Lasse Ludwig, Tim Freihöfer, Matthes Langhoff, Nils Lichtlein und Max Beneke U21-Weltmeister 2023. In einer kritischen Phase gelang immerhin das Erfolgsrezept vom Kiel-Spiel, Mijajlo Marsenic am Kreis anzuspielen. Nichtsdestotrotz bekamen die Recken Oberwasser, hatten 20 Minuten vor dem Spielende die Chance auf den 23:23-Ausgleich, doch Milosavljev war gleich zweimal zur Stelle. Hakun West av Teigum stellte stattdessen auf 24:22 (42.). Eine weitere Parade und ein Gidsel-Treffer machten das Plus-drei möglich.

Der serbische Keeper zwischen den Pfosten der Füchse blieb in Form, die Führung der Berliner bestehen. Der zehnten Parade Milosavljevs ließ der A-Jugendliche Jan Grüner den Treffer zum 30:26 folgen (51.), sein zweiter Treffer in der „stärksten Liga der Welt“. In Unterzahl legte der Linksaußen einen sehenswerten nach. Ebenso nervenstark blieb Tim Freihöfer vom Strich (54.), nach Hannovers Stürmerfoul erhöhte Gidsel gut fünf Minuten vor der Schlusssirene auf 34:29. Noch bevor diese beim Stand von 37:33 ertönte, fingen die Fans im Fuchsbau an, „Oh wie ist das schön“ zu singen. Ein gelungener Ostersonntag und Abschluss einer wichtigen Woche.

Die Stimmung, die heute in der Max-Schmeling-Halle herrschte, wollen die Füchse Berlin konservieren und an diesem Donnerstag, 24. April, erneut spüren. Dann geht es im Fuchsbau nämlich international zu. Ab 20.45 Uhr steigt das Viertelfinal-Hinspiel der Machineseeker EHF Champions League gegen Aalborg Håndbold. Tickets sind hier erhältlich.

Trainer Jaron Siewert: „Wir sind mega happy, hier am Ostersonntag gegen Hannover bestanden zu haben. Man hat in der ersten Viertelstunde gesehen, dass sie viel Zeit hatten, sich auf uns vorzubereiten. Sie haben uns in Aktionen gezwungen, die für uns nicht gerade glorreich sind. Die erste Halbzeit war ein Spiel geprägt von Phasen. In der zweiten Halbzeit lassen wir nie den Ausgleich zu, was mental wichtig war, um mit Mut und Selbstbewusstsein nach vorne zu agieren. Hintenraus kommt Marsenic besser ins Spiel, Milosavljev hat einige wichtige Paraden. Weil wir dann noch ins Tempospiel kommen, ist es schwer, uns zu schlagen. Zumal die frenetischen Zuschauer in der Halle eine Extraenergie gegeben haben.“

Vorstand Sport Stefan Kretzschmar: „Wir gewinnen das Torhüterduell, das ist in solch einem Spitzenspiel sehr wichtig. Milosavljev hat überragend gehalten. Wir haben wieder das gemacht, was uns die gesamte Saison auszeichnet: das Tempo hochgehalten. Lichtlein hat das Spiel gut geleitet, spielt Woche um Woche am Optimum. Das macht uns stolz. Auch das in-Game-Coaching von Jaron, Auszeiten zu den richtigen Momenten zu nehmen, neuen Input zu geben, war wichtig. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

Füchse Berlin: Ludwig, Milosavljev (11 Paraden); Darj (1), Prantner, Andersson (5), Lichtlein (3), Gidsel (9), Freihöfer (3/3), Langhoff (4), Beneke, Grüner (2), Herburger, av Teigum (4), Marsenic (6).

TSV Hannover-Burgdorf: Gade (3 Paraden), Birlehm (4); Poulsen (1), Uscins (8/2), Steinhauser (5), Michalczik, Kulesh (2), Srmljan, Stutzke (1), Hanne (2), Solstad (2), Fischer (7), Feise (3), Weber, Ayar, Büchner (2).




Weitere News

26.10.2026|Spielbericht|pst

Ungefährdeter Heimsieg bei Wiedes Comeback

Die Füchse Berlin haben am 10. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga souverän mit 36:30 (18:14) gegen die HSG Wetzlar gewonnen. Wenn es auch keine Hochglanzvorstellung der Hauptstädter war, stieg die Lautstärke in der Max-Schmeling-Halle immer wieder an – vor allem auch, als Vereins-Ikone ...

25.10.2026|Information|pg

Leidenszeit vorbei: Fabian Wiede kehrt in den Kader zurück

Für Fabian Wiede entwickelte sich der 23. Oktober 2025 zu einem der schlimmsten Tage seiner bereits langen und erfolgreichen Handballkarriere. Am damaligen 6. Spieltag der EHF Champions League verletzte sich der Rückraumspieler der Füchse Berlin schwer am rechten Knie – seitdem kämpfte sich ...

25.10.2026|Information|pst

Füchse und Darj gehen ab Sommer getrennte Wege

Ab der kommenden Saison wird der Kapitän und Kreisläufer Max Darj nicht mehr für die Füchse Berlin auflaufen. Mit Blick auf den Umbruch in der Mannschaft hat der Club den Vertrag des schwedischen Nationalspielers nicht verlängert, ist dem Führungsspieler aber überaus dankbar für einige ...

23.10.2026|Vorbericht|pg

Gegen Wetzlar soll der Fuchsbau jubeln dürfen

Drei kräftezehrende Spiele in der Ferne liegen hinter den Füchsen Berlin. Nach den Partien in Porto, Flensburg sowie Veszprém feiern die Profis nach einer 14-tägigen Abstinenz ihr Comeback in der Max-Schmeling-Halle. Im Rahmen des heutigen 10. Spieltags der Opel Handball-Bundesliga gastiert die ...

21.10.2026|Spielbericht|pst

Dünner Kader plus rote Karte: Pleite in Ungarn

Beim One Veszprém HC haben die Füchse Berlin die zweite Niederlage in der Gruppenphase der EHF Champions League erlitten. Nach dem 35:39 (13:20) nehmen die Deutschen keinen Punkt mit in die Hauptrunde, doch sie zeigten einen wahnsinnigen Kämpfer-Spirit, der nicht belohnt wurde.